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Altes Handwerk lernen – Eine Wand mit Lehm verputzen

Dieser Artikel soll dir einen Einstieg in das alte Handwerk geben und dich mit unserem wunderbaren und natürlichen Baustoff Lehm vertrauter machen.

Lehm ein uralter Baustoff

Die Verwendung von Lehm als Baustoff ist schon seit tausenden von Jahren in fast allen Kulturen unserer Welt bekannt. Von den südlichen Ureinwohnern Amerikas bis hin zu unseren germanischen und keltischen Vorfahren in Mitteleuropa wurden mit Lehm, Häuser und andere Dinge wie z.b. Brotbacköfen schon seit Urzeiten geschaffen.

Aus unserer Kultur kennt man vor Allem die deutschen Fachwerkhäuser die früher mit Lehm und Stroh ausgefächert wurden. Sie dienen häufig auch als Sinnbild für das traditionelle Europa.

Interessant dazu

Alte traditionelle Fachwerkhäuser sind in Deutschland vor Allem in Franken noch häufig zu finden. Aber auch in der Lausitz gibt es eine Vielzahl an wunderschönen (Umgebinde) Fachwerkhäusern die zum Glück erhalten geblieben sind. 

Traditionelles deutsches Fachwerkhaus mit Reetdach

Eine Wand mit Lehm verputzen

Suche dir eine trockene (Innen)-Wand zum Beispiel eines alten Gartenschuppens an der du das Verputzen mit Lehm erlernen kannst.

Woher bekomme ich Lehm?

Lehm ist in vielen Gegenden im Erdreich enthalten. Um eine Innenwand wirklich sauber zu verputzen, benötigst du wirklich reinen Lehm ohne Erde dabei. Um einen Einstieg in das alte Handwerk zu erhalten, kannst du aber auch einfach den Lehm aus deinem Garten benutzen. Dazu gräbst du einfach an einer Stelle ein ca. 1 Meter tiefes Loch. Während des Grabens, sollte dir bereits eine große Menge Lehm in die Quere kommen. Trenne diesen Lehm von der Humos Erde und transportiere ihn mit einer Schubkarre zur gewünschten Baustelle.

Die Lehm-Mischung anrühren

Die Zutaten für einen Lehmputz sind Lehm (25%), Sand (75%), Stroh (3 Hände) und Wasser. Wenn du zuviel Lehm nimmst, werden die Risse später beim Trocknen zu groß, nimmst du zu wenig hält die Mischung nicht an der Wand. Der Sand dient einerseits dazu mehr Masse zu bekommen, andererseits verhindert es eine zu große Rissbildung. Das Stroh in der Mischung dient der Stabilisation.

Hier ist eine gewisse Erfahrung nötig um herauszufinden welche Mischungen für welche Bereiche geeignet sind.

Der Lehm wird mit Sand und Stroh vermischt. Das geht mit Hand und Fuß auch, jedoch spart ein Mörtelrührer viel Zeit und Kraft.

Die Wand mit Lehm verputzen

Jetzt geht es los. Was du nun brauchst, ist eine Maurer-Kelle und eine Glättekelle.

(Beachte, dass sehr glatte Wand-Flächen nicht direkt mit Lehm verputzt werden können. Der Lehm braucht den richtigen Untergrund damit er an der Wand haften bleibt)

Fülle deine Mischung nun in einen kleineren Eimer um. Mache den Bereich den du verputzen willst vorher mit einem Schwamm oder einem Schlauch nass. Nun kannst du die Mischung entweder anwerfen oder auf eine Glätte-Kelle packen und dann von unten nach oben aufziehen. Probiere einfach aus. Alles was beim Verputzen auf den Boden fällt, kannst du später leicht wieder verwenden.

“Probieren geht über studieren”

Deutsches Sprichwort
Die Lehm-Mischung wird an der Wand aufgetragen

Empfehlenswert zum Lehmbau

Handbuch Lehmbau
Lehmbau-Bilderbuch

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