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Seife – eine Erfindung der Germanen

In der Antike war laut der römischen Propaganda kein Volk so fortschrittlich wie das römische Imperium. Doch diese Behauptung entspricht nicht der Wahrheit. Tatsächlich waren die Germanen und Kelten den Römern in vielerlei Hinsicht voraus. Zum Beispiel geht die Erfindung der ersten Seife auf die Germanen zurück. Lange vor den Römern benutzten die Germanen Seife zur Körperpflege. Diese wurde zusammengerührt aus tierischem Fett, Kalk und Pottasche als Schmutzlöser. Die Seife nahmen die Germanen nicht nur zum Waschen, sondern auch um die Haare zu bändigen und zu bleichen. Zusammen mit der Sonne sorgte es für eine prächtige Mähne.

Das Wort “Seife” stammt aus dem germanischen Sprachraum: sapo, althochdeutsch seipha, seifa, seiffa, ags. sápe.

Haarpflege bei den Germanen

Obwohl unsere germanischen Vorfahren von den Römern als ungepflegte ”Barbari” (Die Bärtigen) verspottet wurden, legten sie stets großen Wert auf ihre Körperpflege. Ihre Haare kämmten sie Jeden Morgen sorgfältig durch und wenn sie im Laufe der Woche zu schmutzig wurden, dann wusch man sie gründlich mit Seife aus, so wie auch den Rest des Körpers.

Die germanischen Seifenkugeln, von den Römern ”mattische Kugeln” genannt, wurden je nach Region mit leicht unterschiedlichem Rezept hergestellt. Übliche Zutaten waren die fein gesiebte Asche eines Buchenholzfeuers und Ziegentalg. Wichtig war dabei das richtige Mischungsverhältnis aus Asche und Fett. Zusammen bildeten sie eine alkalische, basische Substanz die den Dreck abwusch und von den Germanen Seipa genannt wurde. Genau wie die heutige Seife hatte es einen PH-Wert von 9.

Trotz ihrer relativ bescheidenen Behausungen legten unsere Vorfahren auf die Körperpflege großen Wert. Das zeigen auch Ausgrabungen, bei denen kunstvoll geschnitzte Tierknochen-Kämme als Grabbeigaben gefunden wurden. Besonders die Männer waren sehr stolz auf ihre lange Haarpracht, da es das Zeichen für die ”freien Männer” war. Die Diener hingegen mussten ihr Haar als Zeichen ihres Standes kurz tragen. In der Schlacht trugen manche Stämme, besonders die Sueben, ihre Haare als seitlichen Knoten, um den Feinden zu zeigen dass ihnen freie Männer gegenüberstehen. Ein mächtiges Zeichen des freien Willens, welches von den Römern mit Ehrfurcht betrachtet wurde. Für uns heutige Menschen hat es eher modische Bedeutung, doch einem germanischen Krieger bedeutete es Alles.

Quellen:

Germanenkreis

https://mittelalter.fandom.com/de/wiki/Seife

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